1 Schweigeminute

Folgend einige Worte vom Zollamt Zeebrugge als Zeichen der Solidarität mit den betroffenen Kollegen:

"Es war für alle schrecklich, die Bilder der Überschwemmungen und den unermesslichen Kummer der betroffenen Menschen zu sehen.

Die Arbeit eines ganzen Lebens wird in kürzester Zeit ausgelöscht. Eine Tragödie mit einem sehr hohen menschlichen Tribut.

Auch der materielle Schaden war unabsehbar. Tausende von Menschen sahen ihr Zuhause voller schöner Erinnerungen verloren. Viele fragen sich, wann, wie und mit welchen Mitteln sie sich erholen werden.

Glücklicherweise haben wir auch eine Welle spontaner Solidarität erlebt: helfende Hände, Verbundenheit, Großzügigkeit.

Die Gedanken der Zöllner von Zeebrugge sind bei ihren betroffenen wallonischen und limburgischen Kollegen und ihren Angehörigen. Wir haben großes Mitgefühl mit ihnen.“

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Wir von der Region Gent möchten allen Kollegen, Freunden, Familien und Bekannten, die von dieser Katastrophe betroffen sind, unsere Unterstützung zeigen. 

Es ist herzerwärmend zu sehen, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt; wir können diese Zusammengehörigkeit und Solidarität auch innerhalb unserer Verwaltung spüren.

Wir alle haben die heftigen Regenfälle der vergangenen Wochen und ihre dramatischen Folgen für Wallonien und Limburg miterlebt. Schwere Unwetter ließen verschiedene Flüsse und Bäche über die Ufer treten, mit den bekannten katastrophalen Folgen. Viele haben liebe Angehörige durch diese Naturkatastrophe verloren. Die betroffenen Familien haben alles verloren und versuchen nun, ihr Leben wieder einzurichten. Der materielle Schaden ist indes enorm.

In der Allgemeinen Zoll- und Akzisenverwaltung der Region Brüssel waren alle unsere Mitarbeiter Zeugen dieser Ereignisse, einige von uns aus nächster Nähe, die meisten als fassungslose Außenstehende, die das Geschehen ungläubig beobachteten. Wir möchten allen betroffenen Familien unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen und hoffen, dass sie so bald wie möglich in ihr altes Leben zurückkehren können. Wir wünschen allen, die Opfer dieser Ereignisse geworden sind, viel Mut.

Schließlich möchten wir allen Dienstleistern, die sich freiwillig oder beruflich in die geschädigten Gebiete begeben haben, um den betroffenen Familien zu helfen, unsere Bewunderung und Dankbarkeit aussprechen.
Am 20. Juli 2021 wurde aus Respekt für die Opfer der Überschwemmungen in unserem Land, zu denen sicherlich auch Kollegen und ihre Familien gehören, eine Schweigeminute eingelegt und die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Der Schweigeminute ging das Ertönen der Sirenen von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen voraus. Auch unsere Kollegen haben sich daran beteiligt. Wir, die Zollfamilie, haben Mitgefühl mit der Misere, die diese Menschen durchleben müssen. Einige Bilder und Worte des Trostes für alle Betroffenen:
Am Tag der nationalen Trauer hielt auch die Region Löwen inne, um über die Überschwemmungen nachzudenken, die unser Land getroffen hatten. Dem einminütigen Sirenengeheul folgte eine Schweigeminute für die Opfer und ihre Familien. Unsere Gedanken sind bei allen Opfern und insbesondere bei den betroffenen Zollbeamten.

Anbei finden Sie ein in Zaventem gedrehtes Video, worin Sie den Moment sehen können, in die Sirenen durch unsere Kollegen vor Ort ausgelöst werden.

 

Einige Fotos von der Schweigeminute in Antwerpen Noordster und am Flughafen Deurne. Sowohl in Antwerpen als auch in Deurne ließen unsere Kollegen die Sirenen ihrer Dienstwagen zur Ankündigung der Schweigeminute ertönen. Auch die Kollegen aus der Region Antwerpen wünschen allen Betroffenen viel Kraft.
Von der Region Hasselt möchten wir allen Kollegen, Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, die von dem Hochwasser betroffen sind, unsere Unterstützung zusichern.
Wir haben keine Worte für das, was Ihnen widerfahren ist.
Wir wünschten uns, es wäre anders und wünschen Ihnen alle Kraft und Stärke für die kommende Zeit.

22.09.2021   •   Mit herzlichem Dank an Johannes Boel ,Ariane Chavet, Wim Helsen,Wouter Lagaert, Karolien Landsheer, Jonas Knevels, Jan Knudde, Tom Poelman, Catherine Spaas,  Lisa Vivijs und anonyme Kollegen, die auch bei der Realisierung dieser Texte, Fotos und Videos geholfen haben

Die Flutkatastrophe vom 14.-15. Juli hat auch die Deutschsprachige Gemeinschaft mit im Besonderen die Stadt Eupen, sowie weitere flussabwärts der Weser liegende Ortschaften sehr hart getroffen (siehe u.a. Pepinster, Verviers, Trooz, Theux, Chaudfontaine). Nicht nur, dass viele Bewohner nun vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen, sondern es haben auch 43 Menschen ihr Leben in dieser Katastrophe verloren.

Die Solidarität mit den Flutopfern an der Weser wurde von den ostbelgischen Bürgern tatkräftig gelebt durch überwältigende Hilfsbereitschaft, vielen Sachspenden sowie durch Geldspenden von annährend 1,5 Mio. Euro (Stand vom 08/09/21). Die betroffenen Menschen verdienen diese Solidarität und Hilfe.

Neben der notwendigen finanziellen Unterstützung werden die Opfer auch in den nächsten Jahren noch den moralischen Beistand von uns allen brauchen. Wir, von der kleinen deutschsprachigen Zollfamilie Eupen/Eynatten/Sankt-Vith, gedenken den Todesopfern und bekunden ihren Familienangehörigen unsere aufrichtige Anteilnahme. Wir wollen den (uns teils bekannten) Betroffenen von ganzem Herzen Solidarität, Beistand und Ermutigung zukommen lassen.