Waterlo - Moveweek 2019
Stockeu - Stavelot
Bernhard (Bernd), ist stets bereit Ihnen zu helfen
Bernhards Kollegen, hatten viele Gründe, ihn am Internationalen Tag des Zolls (26. Januar) für die Verleihung der Medaille für besondere Verdienste zu nominieren. Während seiner langen Karriere bei der Zollverwaltung hat Bernhard sich ein umfangreiches Wissen in Zollangelegenheiten angeeignet und er ist stets bereit seinen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Auch wenn sie ein IT-Problem haben, hilft Bernhard ihnen gerne weiter.
Darüber hinaus leistet er bei einigen Projekten tatkräftige Unterstützung, sei es bei der Kissic-Anwendung oder im Brexit-Callcenter.
Bernhard, könntest du dich bitte kurz vorstellen?
Ich bin 55 Jahre alt, seit 29 Jahren verheiratet und habe drei Kinder: zwei Söhne und eine Tochter.
Ich wohne im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in der Nähe von Sankt Vith.
Seit jeher werde ich von allen Bernd genannt, obschon ich Bernhard heiße.
Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und mit Sport. Seit über zwanzig Jahren bin ich regelmäßig mit dem Rennrad unterwegs, und fahre so um die 10000 Km im Jahr.
In den Wintermonaten gehe ich regelmäßig laufen
Wie sind Sie zum Zoll gekommen?

Kurz vor meinem Abiturabschluss wusste ich noch nicht so richtig, was ich in Zukunft machen soll: studieren oder arbeiten gehen. Ein Bekannter, der damals bei der Zollverwaltung arbeitete, meinte: „Abonniere doch die Prüfungsagenda. Dann erhältst du jeden Monat eine Übersicht über die Staatsprüfungen (heute=Selor)." Mit 17 Jahren hatte ich dann die Möglichkeit die Kommis-Prüfung zu absolvieren, welche ich auch bestanden habe.
Daraufhin wurden mir mehrere Stellenangebote unterbreitet. Da ich aber auf jeden Fall meinen Abiturabschluss machen wollte, konnte ich frühestens ab dem 01.07.1984 eine Stelle bei der Verwaltung annehmen.
Ende Juni 1984 erhielt ich dann mein Abiturzeugnis und am 2. Juli 1984 habe ich meinen Dienst in der Brigade am Zollamt in Eynatten angetreten.


Seit 2018 arbeiten Sie beim Team Marketing-Genehmigungen in Eynatten, aber in welchen Diensten waren Sie vorher tätig?

Meine Karriere bei der Zollverwaltung habe ich im Jahr 1984 als „Kommis“ in der Brigade am Zollamt Eynatten begonnen.
1986 erhielt ich meine Versetzung zur damals neu gegründeten motorisierten Brigade in Sankt Vith. Dort war ich bis Ende 1991 tätig. Zwischenzeitlich (06/86 – 01/87) hatte ich meinen Militärdienst geleistet.
Im November 1991 wechselte ich dann als Redakteur in den Überprüfungsdienst am Zollamt Eynatten. Im Oktober 1992 erhielt ich dort meine Ernennung zum beigeordneten Prüfer.
1994 bestand ich die Prüfung zum Hauptprüfer (heute=Steuerexperte), wurde aber erst am 01.07.1997 ernannt.
Bis Mai 2018 war ich dann im Überprüfungsdienst und in der Aktenbearbeitung am Zollamt Eynatten tätig.
Dann bot sich mir die Gelegenheit in das neugegründete Team Marketing-Genehmigungen in Eynatten zu wechseln. Nach all den Jahren im Überprüfungsdienst war es für mich eine Herausforderung eine neue Funktion in diesem Team zu übernehmen.
Die Hauptaufgabe unseres Teams ist das Ausstellen und Verwalten von Zoll- und Akzisenbewilligungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.


Sie arbeiten auch an mehreren Projekten, nicht wahr?

Seit Ende 2018 wirke ich beim KISSIC-Projekt mit. Ich unterstütze die Kollegen dabei, dass die Plattform nicht nur in niederländischer und französischer Sprache, sondern auch in deutscher Sprache verfügbar sein wird.
Momentan bearbeite ich auch noch im Brexit-Callcenter die Anfragen in deutscher Sprache.


Mir wurde gesagt, dass die Kollegen auch zu Ihnen kommen können, wenn sie ein IT-Problem haben. Woher haben Sie dieses Know-how?

Seit jeher habe ich mich sehr für Informatik interessiert.
In 1989/1990 habe ich zwei Jahre lang Informatikkurse in der Abendschule besucht.
Als dann Anfang der 90er Jahre die ersten PC’s in unser Büro kamen, hatte ich durch meine Abendkurse einen großen Vorteil gegenüber meinen Kollegen.
Viele Kollegen hatten eine gewisse „Berührungsangst“ vor den neuen Geräten. Und da es damals noch keinen Helpdesk gab, wurde ich zum Ansprechpartner für die verschiedenen IT-Probleme.
In all den Jahren habe ich mein Interesse für die Informatik gewahrt und versucht, mich auf dem Laufenden  zu halten, sei es durch Kurse bei der Verwaltung oder durch die Lektüre von Fachzeitschriften.
Mittlerweile kontaktieren die Kollegen den Helpdesk, aber für viele kleinere „Probleme“ bin ich auch heute noch der erste Ansprechpartner.  


Was bedeutet diese Medaille für Sie?

Ich war schon überrascht, als mein Vorgesetzter mich informierte, dass ich für diese Ehrung auserwählt wurde.
Der Erhalt dieser Medaille ist eine große Ehre für mich und ich möchte mich nochmals bei Herrn Generalverwalter K. Vanderwaeren und bei meinen Kollegen bedanken.


Was erhoffen Sie sich für die Zukunft im beruflichen Bereich?

Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass demnächst neue Kollegen in der deutschsprachigen Gemeinschaft angeworben werden. Mittlerweile sind schon einige Kollegen pensioniert worden und demnächst werden noch viele mehr pensioniert.
Es wäre doch schade, wenn die ganze Erfahrung und das Wissen der „älteren“ Kollegen nicht an die „jungen“ Kollegen weitergegeben werden könnte.
23.04.2021   •   Text und Bilder: Bernhard und Stephane Biebuyck   •   Layout: IDW 

Waterloo - Moveweek - 2019

Stockeu - Stavelot

Bernhard
Bernhard und seine Familie